Teil 9

Es waren Monate vergangen seit ich etwas von S. hoerte. Er hatte genug von meinem ewigen Noergeln seine Droge abzugeben. Eines Tages rief ich ihm an um zu sehen wie es ihm gehe und seine Nummer stimmte nicht mehr. Ich rief seine Nachbarn an um zu erfahren um was es gehe. Was ich da erfuhr schockierte mich gewaltig. Nicht nur dass er sein Haus und Land verlor, das war zu erwarten gewesen aber dass er jetzt so viel sie hoerten in der Stadt lebte und zwar als Obdachloser. Haette erst bei Freunden Unterkunft gefunden welche ihn aber nach kurzer Zeit rauskickten. Sein Auto haette er in der Stadt verkauft um seinem Drogenhimmel zu froehnen.

Ich wusste nicht was tun, konnte ihn nirgends finden so und versuchte mein Mitleid mit ihm von mir wegzuschieben so gut es ging.

Ein Jahr verging bis ich von ihm hoerte. Er rief mich durch ein R-Gespraech an welches ich seinetwegen akzeptierte. Er frug ob ich im Bilde war dass er jetzt in T. Lebte und jetzt weder Heim noch Auto besass welches ich bejahte. Wuerde ich ihn abholen der guten alten Zeiten willen und duerfte er ein paar Tage bei mir wohnen, es waere so kalt geworden.

Natuerlich tat er mir leid wie mir jeder leid tut welcher ein obdachloses Leben fuehrt. Er nannte mir einen Ort wo er sein wuerde um 16 Uhr. In einer Fahrstunde kam ich bei dem genannten Restaurant an und fand ihn an einem Tisch sitzen mit ein paar andern sehr fragwuerdigen Personen. Der ganze Raum schien voll zu sein von ihnen, Maenner und Frauen von jung bis alt. Verschiedene der Frauen waren angezogen wie Prostituirte, da kamen mir keine Zweifel auf.

“Nightmare Central” soll dieses Lokal von dessen Stammgaesten genannt werden erzaehlte er mir. Auf dem Weg nach meiner Wohnung schmerzte es mich ihn anzusehen. War total abgemagert, hohle Wangen, straenige Haare und das Aergste, zwei seiner Zaehne fehlten. Er erzahlte wie er vor einem Hause rauchte wo eine Party im Gang war und einer der Besoffenen haette mit ihm gestritten und ihm ganz ploetzlich ein Ziegelstein ins Gesicht geschleudert.

In meiner Wohnung machte ich ihm was zu essen und er frug mich ob er ein Bad nehmen und dann schlafen duerfe er haette fuer drei Tage nicht geschlafen. Er schlief in meinem Gaestebett fuer zwei volle Tage und am naechsten Morgen fand ich ihn in meinem Badezimmer wie er sich Blut abwaschte von seinen Beinen und Armen.

“Was tutst Du? Bist Du jetzt zu allem andern noch ein Cutter geworden?” Mein Mitleid mischte sich mit Ekel.

“Nein, seit ich diese Droge spritze scheint es mir hie und da dass ich einen Pickel haette oder sonst etwas auf der Haut und so schneide ich es raus wo ich kann. Ich habe viele kennengelernt die das auch tun, bin also nicht der einzige Bloedkopf.”

In den paar Tagen wo er bei mir weilte hoerte ich Stories von ihm welche mir die Haare streubten. Er erzaehlte was er alles erlebte seit er obdachlos war.

Fortsetzung nach Weihnachten….welches das Ende davon sein wird.

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