Teil 8

 

Nachdem S. und ich uns fuer ueber eine Stunde gestritten hatten haute ich ab. Es wurde gerade dunkel was meiner Stimmung gleich kam. Meine geliebten Baeume welche auf beiden Seiten meinen Heimweg saeumten schwiegen mit mir. Meine Musik mit welcher ich immer von S.s Haus heimfuhr nein, von jener wollte ich heute nichts wissen. Sie haette mich zum Heulen gebracht und ich pflegte in jenem Moment lieber meinen Aerger und meine Wut, sie gaben mir Kraft von welcher ich jetzt Gebrauch machen wollte.

Unsere zwei jahrelange, glueckliche Beziehung ging ueber die naechsten Monate den Bach ab. Eines Abends kam S. bei mir an. Er hatte endlich wieder ein Auto, ein alter Schlepper aber sein Lieblingsmodell. Er wollte mit mir in jene Bar in meinem kleinen Staedtchen wo wir immer so gerne tanzten welches wir dann auch taten. Zwischendurch ging er mal raus um zu rauchen. Ich sass dann etwa mal ganz alleine an unserm Tisch und kam mir dabei etwas bloed vor. Bars waren nicht mein Ding, solche hatte ich auch nie aufgesucht bevor den S. Jahren.

Nachdem er das vierte Mal rausging um zu rauchen wartete ich eine Stunde lang auf ihn. Ging raus um zu sehen wo er war und er war nicht unter den andern Rauchern dort. Sein Auto war noch immer dort parkiert aber ohne Inhaber. Dass ich nicht wieder in der Bar warten wollte war mir klar. Dachte mir leck mir doch….und nahm ein Taxi nach Hause. Meine Wut liess mich lange nicht schlafen doch dann fiel ich in einen tiefen Schlaf wobei ich das Telefongelaeute nicht hoerte. Als ich mir mein Fruehstuck zurecht machte sah ich meinen Antworter blinken. S. war drauf welcher mich frug wieso ich einfach abhaute. Der Antworter zeigte mir an dass er mir um null fuenf Uhr anrief. Dass er sich wieder feige gezeigt hatte ging mir noch mehr auf die Nerven.

Es kam raus dass er bei der letzten Zigarette zu einer Party zwei Haeuser weiter von der Bar geschleppt wurde wo er, wie er mir beibringen wollte, nur so fuenf bis zehn Minuten bleiben wollte um mich dann zu holen. Nach ner Weile haette er dann vergessen dass ich noch in der Bar war und wie ihm das dann ploetzlich in den Sinn kam war die Bar geschlossen.

Ich schehrte ihn zum Teufel und hing auf. Fuer Wochen nahm ich keine Anrufe von ihm. Dafuer rief ich jemanden an und zwar Joe welcher mir damals sein Kaertchen gab. Sein Bericht war gerade das welches ich nicht hoeren wollte aber so halb befuerchtete.

S. hatte nochmals zwei Monate keine Bezahlungen gemacht und Joe war es muede ihm nachzulaufen, ihn anzurufen war sinnlos denn der Kerl kannte seine Nummer und wagte es nicht mit ihm zu sprechen. Wieder feige.

In jenem Jahr verlor S. sein Haus und seinen schoenen Wald.

2 Kommentare zu „Teil 8“

    1. merkwuerdigerweise bringt mich das Erzaehlen davon runter denn es zeigt mir wie dumm ich war. Dumm dumm dumm. Trotzdem dachte ich es waere vielleicht intressant zu zeigen wie ein Mensch wie S. sich immer weiter nach unten spiralte wie alle welche drogensuechtig sind.

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