Happy New Year! liebe Freunde

Neue Tage

Die neuen Tage oeffnen ihre Tueren
sie koennen was die alten nicht gekonnt.
Vor uns die Wege, die ins Weite fuehren:
den ersten Schritt.
Ins Land. Zum Horizont.

Wir wissen nicht, ob wir ans Ziel gelangen.
Doch gehn wir los.
Doch reiht sich Schritt an Schritt.
Und wir verstehn zuletzt: Das Ziel ist mitgegangen;
denn der den Weg beschlisst und der ihn angefangen,
der Herr der Zeit geht alle Tage mit.

Klaus-Peter Hertzsch

Teil 10

Als er wieder kein Auto mehr besass und high war von seiner Droge da fand er ein Auto parkiert welches nicht abgeschlossen war. Er rein, verschloss die Tuer und wollte das Auto kurzschliessen. Jemand sah es und die Polizei raste an. Sie forderten ihn sofort aus dem Auto und er machte einfach weiter als haette er sie nicht gehoert. Sie oeffneten die Autotuer mit ihrem Instrument, rissen ihn raus
und die Polizistin verrenkte ihm dabei die Schulter wobei sie ihn dann zur Notfall Station fahren mussten.

Weil er sich immer so jung and stark fuehlte in seinem High da sprang er ueber Hecken als waere er Superman. Da brach er einmal zwei Rippen und ein ander Mal sein Fussknoechel und war wieder auf Kruecken fuer ne Weile. Er erzaehlte auch von den Leuten die ihm sein Zeug verkauften. Einer Frau in den dreissigern musste ihr Ehemann die Droge in ihren Hals spritzen denn ihre Venen im Arm waren laengst durchstochen.

An einem andern Ort verkaufte ein aelterer Mann im Rollstuhl seine vom Arzt verordneten Schmerzpillen fuer 20 dollar das Stueck. Und auch die Droge welche S. begehrte sowie auch Cocaine, der Alte schien alles zu haben. Ein junges Maedchen wurde dort mit ihrem Baby gesehen wie sie dessen Kinderwagen gegen ihre Droge eintauschen wollte.

Um seine eigenes Zeug zu finanzieren fing S. an mit drug running, zumindest in jener Stadt. Es war jedoch jetzt November und ihm ward kalt. Die Obdachlosenhallen waren bis elf Uhr nachts noch offen doch weil er das Wort Puenklichkeit noch nie in seinem Leben respektierte war er meistens ausgeschlossen. Das Beste was ihm noch zur Verfuegung stand waren Wohngebaeude wo er in deren Flur am Boden schlief bis es daemmerte und er sich aus dem Staub machen musste bevor er von den Bewohnern angezeigt wurde.

Er war so ziemlich am Ende als er mir von seinem Leben auf der Strasse erzaehlte. Er moechte wieder zurueck in seine Heimat sagte er traurig und frug mich ob er seinem Bruder in Philadelphia anrufen duerfe. Er frug Peter ob er ihn fuer ein paar Tage beherbergen wuerde sobald er das noetige Geld fuer die Reise zusammenbraechte. Sein Bruder hatte ihn jahrelang nicht mehr gesehen und freute sich ueber den Besuch wusste jedoch noch nichts von S.s Lebensweise. Er sollte sie kennenlernen.

In den naechsten Tagen finanzierte ich S.s Busreise in die Staaten, fuer ihn wie auch fuer mich. Ich musste mich von ihm endgueltig befreien, wollte mein sorgenfreies Leben zurueck haben.

Sechs Monate vergingen bis ich einen Anruf von der US erhielt. Von Corpus Cristi in TEXAS.

“was machst Du da und wie kamst Du dorthin?”

“ich arbeite hier in einem Souvenier Laden. Mein Bruder schmiss mich nach der ersten Woche raus weil ich immer erst spaet in der Nacht nach Hause kam und er die Tuer um diese Zeit abgeschlossen hielt. Ich fand einen Weg in der US rumzureisen welches mir nichts kostet. Jede Grossstadt hat ihre Truckstops und da finde ich immer LKW fahrer welche gerne Gesellschaft haben auf ihren tagelangen Reisen. Viele davon fahren von Ost nach West oder umgekehrt, ich kam sogar einmal nach LasVegas auf diesen Weg.”

Ich wusste nicht genau ob ich ihm glauben konnte und als er auflegte pruefte ich die Nummer und tatsaechlich war sie von Texas. Das naechste Mal rief er von San Antonio an und erzaehlte mir dass er in einem Motel arbeite als Reiniger fuer welches er ein Zimmer und Essen erhielt.

“Ich wurde in Corpus Cristi gefeuert denn sie wollten mir nachsagen dass ich von ihnen gestohlen haette. Es war aber nicht mich, da waren andere, neue Leute dazugekommen aber ich musste es auslecken, konnte es nicht beweisen.”

Das war der letzte Anruf welchen ich von ihm erhielt. Was aus ihm geworden ist moechte ich lieber nicht wissen.

Eine Weihnachts Erinnerung

Die grossen Schneeflocken segelten windlos langsam zur verschneiten Erde. Hypnotisch.  Weihnachsflocken nannten wir sie.  Mit einem leisen Fluestern legten sie sich auf die willkommende Erde. Dann, von weitem her webte sich das Laeuten der Mitternachts Kirchenglocken silbern durch das Schneegefluester.

Wir gingen langsam durch unsern Wald welcher ganz in der Naehe unserer Wohnung weilte. Vor einer Stunde waren wir fertig mit unserem Weihnachtsabend und nach dem guten Essen und der Geschenkaufteilung wollte Mutter noch etwas mehr davon. Sie nahm uns Schwestern in den Wald und wir suchten eine kleine verschneite Tanne um unsere Kerzen daran zu befestigen. Wir suchten mit unsern kleinen Taschenlampen fuer den richtigen Baum als Mutter uns herrief dass sie den perfekten gefunden. Tatsaechlich, er war nicht sehr gross aber wir fingen an ihn mit unsern Kerzen zu schmuecken. Langsam zuendeten wir sie alle an.

Vor uns eroeffnete sich eine himmlische Maerchenwelt. Ein Kreis des weichesten Lichtes illuminierte die grossen von Neuschnee bedeckten Tannen rund um uns rum. Die Kerzenflaemmchen vom dekorierten kleinen Baum verliehten diesen majestischen Tannen wie auch dem verschneiten Waldboden ein Gold und Silber zitterndes Glitzern. Das heilige Schweigen des Waldes verstummte auch uns.

Unsere Entzueckung wollte kein Ende nehmen bis Mutter leise anfing Stille Nacht zu summen. Wir Maedchen fielen auch ein und sangen dieses schoenste aller Lieder in drei Harmonien. Bis wir alle Weihnachtslieder gesungen hatten wurde uns kalt und die Kerzchen waren nun fast runtergebrannt. Das Glitzern um uns her verbleichte und forderte die dunkle Schneenacht zurueck. Ohne Taschenlampenlicht wanderten wir durch den sich vertiefenden Schnee langsam nach Hause und fanden dass wir jetzt erst richtig Weihnachten gefeiert haetten.

Nun wuensche ich Euch Freunden hier dass Ihr Alle mal diesen unvergesslichen Zauber selbst erleben duerft. Schoene Weihnachten Euch.

Alles Liebe,

Wolfie

Teil 9

Es waren Monate vergangen seit ich etwas von S. hoerte. Er hatte genug von meinem ewigen Noergeln seine Droge abzugeben. Eines Tages rief ich ihm an um zu sehen wie es ihm gehe und seine Nummer stimmte nicht mehr. Ich rief seine Nachbarn an um zu erfahren um was es gehe. Was ich da erfuhr schockierte mich gewaltig. Nicht nur dass er sein Haus und Land verlor, das war zu erwarten gewesen aber dass er jetzt so viel sie hoerten in der Stadt lebte und zwar als Obdachloser. Haette erst bei Freunden Unterkunft gefunden welche ihn aber nach kurzer Zeit rauskickten. Sein Auto haette er in der Stadt verkauft um seinem Drogenhimmel zu froehnen.

Ich wusste nicht was tun, konnte ihn nirgends finden so und versuchte mein Mitleid mit ihm von mir wegzuschieben so gut es ging.

Ein Jahr verging bis ich von ihm hoerte. Er rief mich durch ein R-Gespraech an welches ich seinetwegen akzeptierte. Er frug ob ich im Bilde war dass er jetzt in T. Lebte und jetzt weder Heim noch Auto besass welches ich bejahte. Wuerde ich ihn abholen der guten alten Zeiten willen und duerfte er ein paar Tage bei mir wohnen, es waere so kalt geworden.

Natuerlich tat er mir leid wie mir jeder leid tut welcher ein obdachloses Leben fuehrt. Er nannte mir einen Ort wo er sein wuerde um 16 Uhr. In einer Fahrstunde kam ich bei dem genannten Restaurant an und fand ihn an einem Tisch sitzen mit ein paar andern sehr fragwuerdigen Personen. Der ganze Raum schien voll zu sein von ihnen, Maenner und Frauen von jung bis alt. Verschiedene der Frauen waren angezogen wie Prostituirte, da kamen mir keine Zweifel auf.

“Nightmare Central” soll dieses Lokal von dessen Stammgaesten genannt werden erzaehlte er mir. Auf dem Weg nach meiner Wohnung schmerzte es mich ihn anzusehen. War total abgemagert, hohle Wangen, straenige Haare und das Aergste, zwei seiner Zaehne fehlten. Er erzahlte wie er vor einem Hause rauchte wo eine Party im Gang war und einer der Besoffenen haette mit ihm gestritten und ihm ganz ploetzlich ein Ziegelstein ins Gesicht geschleudert.

In meiner Wohnung machte ich ihm was zu essen und er frug mich ob er ein Bad nehmen und dann schlafen duerfe er haette fuer drei Tage nicht geschlafen. Er schlief in meinem Gaestebett fuer zwei volle Tage und am naechsten Morgen fand ich ihn in meinem Badezimmer wie er sich Blut abwaschte von seinen Beinen und Armen.

“Was tutst Du? Bist Du jetzt zu allem andern noch ein Cutter geworden?” Mein Mitleid mischte sich mit Ekel.

“Nein, seit ich diese Droge spritze scheint es mir hie und da dass ich einen Pickel haette oder sonst etwas auf der Haut und so schneide ich es raus wo ich kann. Ich habe viele kennengelernt die das auch tun, bin also nicht der einzige Bloedkopf.”

In den paar Tagen wo er bei mir weilte hoerte ich Stories von ihm welche mir die Haare streubten. Er erzaehlte was er alles erlebte seit er obdachlos war.

Fortsetzung nach Weihnachten….welches das Ende davon sein wird.

Teil 8

 

Nachdem S. und ich uns fuer ueber eine Stunde gestritten hatten haute ich ab. Es wurde gerade dunkel was meiner Stimmung gleich kam. Meine geliebten Baeume welche auf beiden Seiten meinen Heimweg saeumten schwiegen mit mir. Meine Musik mit welcher ich immer von S.s Haus heimfuhr nein, von jener wollte ich heute nichts wissen. Sie haette mich zum Heulen gebracht und ich pflegte in jenem Moment lieber meinen Aerger und meine Wut, sie gaben mir Kraft von welcher ich jetzt Gebrauch machen wollte.

Unsere zwei jahrelange, glueckliche Beziehung ging ueber die naechsten Monate den Bach ab. Eines Abends kam S. bei mir an. Er hatte endlich wieder ein Auto, ein alter Schlepper aber sein Lieblingsmodell. Er wollte mit mir in jene Bar in meinem kleinen Staedtchen wo wir immer so gerne tanzten welches wir dann auch taten. Zwischendurch ging er mal raus um zu rauchen. Ich sass dann etwa mal ganz alleine an unserm Tisch und kam mir dabei etwas bloed vor. Bars waren nicht mein Ding, solche hatte ich auch nie aufgesucht bevor den S. Jahren.

Nachdem er das vierte Mal rausging um zu rauchen wartete ich eine Stunde lang auf ihn. Ging raus um zu sehen wo er war und er war nicht unter den andern Rauchern dort. Sein Auto war noch immer dort parkiert aber ohne Inhaber. Dass ich nicht wieder in der Bar warten wollte war mir klar. Dachte mir leck mir doch….und nahm ein Taxi nach Hause. Meine Wut liess mich lange nicht schlafen doch dann fiel ich in einen tiefen Schlaf wobei ich das Telefongelaeute nicht hoerte. Als ich mir mein Fruehstuck zurecht machte sah ich meinen Antworter blinken. S. war drauf welcher mich frug wieso ich einfach abhaute. Der Antworter zeigte mir an dass er mir um null fuenf Uhr anrief. Dass er sich wieder feige gezeigt hatte ging mir noch mehr auf die Nerven.

Es kam raus dass er bei der letzten Zigarette zu einer Party zwei Haeuser weiter von der Bar geschleppt wurde wo er, wie er mir beibringen wollte, nur so fuenf bis zehn Minuten bleiben wollte um mich dann zu holen. Nach ner Weile haette er dann vergessen dass ich noch in der Bar war und wie ihm das dann ploetzlich in den Sinn kam war die Bar geschlossen.

Ich schehrte ihn zum Teufel und hing auf. Fuer Wochen nahm ich keine Anrufe von ihm. Dafuer rief ich jemanden an und zwar Joe welcher mir damals sein Kaertchen gab. Sein Bericht war gerade das welches ich nicht hoeren wollte aber so halb befuerchtete.

S. hatte nochmals zwei Monate keine Bezahlungen gemacht und Joe war es muede ihm nachzulaufen, ihn anzurufen war sinnlos denn der Kerl kannte seine Nummer und wagte es nicht mit ihm zu sprechen. Wieder feige.

In jenem Jahr verlor S. sein Haus und seinen schoenen Wald.

Teil 7

Man sollte jetzt meinen dass ich in jenem Moment zur Tuer rauslief und so schnell wie moeglich nach Hause fuhr waehrend ich mir versprach diesen Kerl nie, NIE mehr zu sehen. Aber so war es nicht.

Ja, man koennte jetzt lachen wenn ich schreibe dass er mir leid tat. Aber ich blieb die Nacht und erschrak noch mehr wie er, als er schlief hie und da so Zitteranfaelle hatte welche mich jedes Mal weckten. Ich frug ihn am naechsten Morgen wie es damit stehe.

“Ist nichts” sagte er. “Ich habe die in den ersten 24 Stunden nachdem ich einen Hit hatte. Don’t worry about it.”

An jenem Tag redete er auf mich ein als gaebs kein morgen. Er welcher immer so schweigsam war. Es machte mich noch mueder wie ich schon war von so wenig Schlaf und Sorgen der Nacht. Ich fuhr nach Hause denn Montag war wieder Arbeitstag. Noch Tage danach musste ich die schlechte Nachricht und Geschenisse verdauen von jenem Wochenende. Dass es so nicht weitergehen konnte war mir klar und ich versprach mir dass ich ihm diese Droge ausreden musste, ihm erklaeren wie schlimm diese seine Gesundheit anschlagen wuerde. Da er aber kein Auto hatte troestete ich mich damit dass er nicht so leicht in die Stadt kam und so viel Geld hatte er auch nicht weil, wie er mir erzaehlte ein einziger Hit dieses Teufelszeugs ein paar hundert Dollar kostete.

Ich muss hier nun sicher nicht erklaeren dass meine Bemuehungen in den naechsten paar Wochen ihm diese Droge auszureden keine Fruechte trugen. Oh sicher, er wollte es mir versprechen davon wegzukommen um mich nicht zu verlieren. Jedes Wochenende hoerte ich diese Versprechen und jedes Wochenende wollte ich ihm glauben. Fuer meinen Frieden und seine Gesundheit. Ich wusste nun immer wann er das Zeug nahm und wann nicht denn wenn er keins hatte so lag er oft herum, er war voller Schmerzen und wollte bloss schlafen. Kein Wunder denn mit der Droge in seinem Koerper war er tagelang hyper und rastlos.

An einem Samstagnachmittag hatte er einen unerwarteten Besuch. Da ich auch gerade dort weilte lernte ich den Mann kennen welcher S.s Hypothek seines Hauses und die 36 Acres Wald hielt. Ein sehr netter Mann von welchem mir S. oft erzaehlt hatte. Der Mann, nennen wir ihn mal Joe, machte Anstalten als wolle er mit S. ein privates Gespraech fuehren. S. stellte mich ihm als seine Freundin vor und es schien mir als wolle er sich nicht mit Joe alleine unterhalten. Dem Mann war es anzusehen dass es ihm etwas peinlich war vor mir S. zu fragen warum er fuer die letzten zwei Monate keine Bezahlungen fuer Haus und Land erhalten haette. Als ich dies hoerte sagte ich zu Joe dass ich fuer eine Weile ins Freie wollte, dass es mir unangenehm sei bei diesem Gespraech dabei zu sein. S. sah mich etwas schmerzlich an mit einer stummen Bitte in seinem Gesicht aber ich konnte nicht anders.

Ich setzte mich vors Haus mit meinem Buch aber ich konnte nichts lesen, war mir unmoeglich mich zu konzentrieren. Es war nicht lange und Joe kam aus dem Haus und entschuldigte sich bei mir dass er mich so verlegen gemacht hatte.

“Ich mochte S. schon immer und etwa mal war er etwas verspaetet mit seinen Zahlungen, hat es aber immer aufgeholt. Als seine Freundin, wissen Sie vielleicht wo das Problem liegt?”

Ich wusste wo. Dass S. anfing nicht zu zahlen war mir neu. Ich kann mich beileibe nicht mehr erinnern wie ich Joe antwortete oder ueberhaupt aber er gab mir sein Kaertchen mit seiner Adresse und Telefonnummer.

“Er sagte mir soeben dass Sie ihm alles sind und so denke ich dass Sie bestimmt mehr Einfluss haben ueber ihn um ihn dazuzubringen mir die letzten zwei Schecks so schnell wie moeglich zu schicken.Es taet mir leid wenn er sein Haus und Land verlieren wuerde.”

Und stieg in sein Auto indem er meinem hochroten Gesicht freundlich zuwinkte.

Teil 6

Er erzaehlte wie er im Gefaengnis mit einem bekannt wurde welcher ihm von einer Droge erzaehlte welche einem die Scheuheit nimmt und soviel Energie gibt dass man fuer drei Tage nicht schlafen brauchte. Dieser Kerl gab ihm eine Adresse an wo er dies kaufen koenne. Da ich zur Zeit Haus/Hunde huetete musste einer seiner Nachbarn ihn abholen und nach Hause fahren. S. Konnte diese Info nicht aus seinem Kopf kriegen, wie er mehr Spass am Leben haben koennte mit dieser Droge. Er wollte es wenigstens einmal probieren. Nach Tagen gab er sich einen Ruck und das war die Zeit wo er in jener Nacht zu mir hitschte und am naechsten Tag mein Auto klaute.

In dieser Zeit fuhr er zu dieser Adresse in der Stadt wo ihm erstmals gezeigt wurde wie man diese Droge nimmt denn auf diese Weise wuerde sich der Effekt fast sofort bemerkbar machen. Dieses Zeug “Speed” genannt war nicht billig aber was es fuer ihn tat war wie er mir erzaehlte ein grosses Wunder.

Ich hatte noch nie von sowas gehoert und frug ihn wie er es nehme, war es eine Pille oder schnupfte man eine Leine wie man von Cocaine hoert.

“Bist du ganz sicher du moechtest das wissen?” Ich nickte etwas zaudernd. Wurde etwas nervoes denn ich wusste nicht was da kam.

Er sah mich lange an und dann krempelte er sein Hemdsaermel hoch und zeigte mir auf seinem inneren Unterarm ein paar rote Punkte auf der Haut. Mir wurde anders und ein boeser Verdacht breitete sich in meinem Hirn aus.

“Du spritzt dir dieses Zeug in Deinen Arm?” frug ich mit hysterischer Stimme.

Er hielt mich ganz fest und wollte mich beruhigen dass es nicht so schlimm waere wie ich dachte. Ich war so zerstoert ueber diese Nachricht ich loeste mich sofort aus seinen Armen und stand auf. Er hielt mich zurueck und wollte mir erklaeren warum er von jetzt an diesen Weg gehe solange er sich dies leisten koenne. Dass er fuer Jahre Schmerzen im Ruecken fuehlte seit er ihn gebrochen, dass ich dies von ihm wisse und dass seine Knie ihn Tag und Nacht schmerzten. Ja, natuerlich wusste ich dies denn ich massierte ihm seine Beine manchmal stundenlang um ihm die Schmerzen zu erleichtern. Das war ja auch der Grund dass er den ganzen Tag Pot rauchte. Von dem wusste ich aber Pot rauchen fuer Schmerzen und sich stattdessen eine solche Droge einzuspritzen das schienen zwei total verschiedene Welten fuer mich.

Er ging noch weiter damit. Sodass ich meine Angst darueber verlieren solle wolle er es mir zeigen. Er holte eine kleine Box aus seinem Schlafzimmer mit einer Spritze drin und einem Gummiband.

Er nahm ein kleines Flaeschechen raus wo noch etwas Fluessigkeit drin war obwohl nicht mehr viel. Die Spritze saugte es auf und er legte sie auf den Tisch. Dann legte er das Gummiband ganz eng um seinen Oberarm. Nahm die Spritze mit der Nadel nach oben und klopfte daran.

“Was machst du?”

“Ich klopfe etwaige Luftblasen nach oben und spritze sie raus, ich will ja nicht sterben sondern wieder mal so richtig leben. Die Luft da drin wuerde mich sofort toeten.”

Das brauchte ich nicht auch noch zu hoeren, ich war schockiert genug von alldem, das ganze war mir ein teuflischer Horror.

Er zeigte mir nun wie man die Spritze sanft in die Ader stiess und den Plunger etwas zurueckzog um erst etwas Blut aus dem Arm ziehen musste. “Flagging” nannte er dies und nun stiess er den Plunger forwaerts um das Blut mit der Fluessigkeit langsam in die Ader zu spritzen. Gummiband ab und Spritze raus.

Ich schaute ihn an. Seine Augen waren fuer eine kleine Weile geschlossen. Dann laechelte er mich an.

“Siehst du, da ist nichts dabei, das Einzige ist dass man dabei sehr sehr happy wird, keine Schmerzen mehr fuehlt und die Welt wieder ok ist. Du kennst ja wie depressif ich manchmal werde. Moechtest du nicht dass ich was fand welches mir dies wegnimmt? Ich fuehle mich sechzehn Jahre alt statt achtundreissig. Kannst Du mir ehrlich sagen dass DU wo mich so sehr liebt mir das nehmen willst?”

Teil5

Ich wusste nicht was ich tun sollte. Irgendwie dachte ich nicht dass er in einem Unfall gelandet war. Wie er da so cool bei mir eingebrochen war und es dazu noch lustig fand, zwang mich jetzt zu denken. Ich kannte ihn nicht mehr.

Ihn bei der Polizei zu verpetzen wollte ich auch nicht, der Horror ihn im Gefaengnis zu sehen stak mir noch immer in den Knochen. Ich hatte noch eine Woche uebrig zum Haushueten und brauchte das Auto nicht bis dann. Aber jede taegliche Stunde dieser drei Tage raubte mir die Ruhe. Meine Nerven wurden roh.

Am dritten Tag so um vier telefonierte er mir:

“Dein Auto ist in dem Staedtchen wo wir immer einkaufen bei der Garage wo Du Deinen Reifen flicken liesst letzten Sommer. Ich gab dem Mann Deine Schluessel mit Deinem Namen und er sagte dass das Auto nicht laenger wie einen Tag dort stehen sollte. Hole es also so schnell wie moeglich. Ich hitsche jetzt nach Hause und denke kaum dass Du mir dafuer vergeben kannst sei aber sicher dass ich mir selber nicht vergebe. Ich liess das Auto noch blitzsauber waschen, dachte das waere wohl das Wenigste was ich fuer Dich tun konnte. Wenn Du mich jetzt nie mehr sehen willst verstehe und akzeptiere ich das.”

Und hing auf. Mir war als haette er mir einen Kessel eiskalten Wassers uebern Kopf gegossen. Wusste nicht was ich denken sollte. Mein Auto zu klauen fuer drei Tage und dann so feige sein und mir das nicht zu meinem Gesicht sagen koennen.

Und jetzt musste ich meine beste Freundin anrufen ob sie mir einen Ride geben koenne um mein Auto holen zu koennen. Es ist klar dass ich ihr das Ganze nicht erklaeren wollte und musste nun auch noch anfangen zu luegen was mit meinem Auto los war dass es in die Garage musste. Ich fand das Auto sauber, Benzin war voll und ich fand sonst keine Besonderheiten an ihm. Immer noch ganz benommen fuhr ich zum Haus zurueck.

Wie koennen zwei volle Jahre Glueck sich von einem Tag zum andern so veraendern als waere man ganz ploetzlich zwischen Himmel und Hoelle. Ich wuenschte es nicht zu wissen aber sollte es ganz bald rausfinden.

Nach dem Haushueten fuhr ich wieder heim in meine Wohnung und war froh dass meine Ferien zu Ende waren denn meine Arbeit nahm mich wieder in Anspruch was mir etwas half mich etwas zu distanzieren von dem Geschehenen. Ich wollte und dann wieder nicht ihn anrufen, das ging bei mir hin und her und doch hatte ich das Gefuehl dass er mir Rechenschaft schuldig war.

An einem Samstag nachmittag fuhr ich ohne zu telefonieren zu seinem Haus raus so dass er mir nicht entrinnen konnte sollte er zu Hause sein. Ich parkte mein Auto wo ich es immer parkte und hupte. War er da oder nicht? Die Tuer war unverschlossen und ich ging ins Haus welches sehr unordentlich aussah, Geschirr war nicht gewaschen worden, alles schien so durcheinander und als ich seine Schlafzimmertier oeffnete sah ich ihn in unserm Bett schlafen.

Ich weckte ihn ziemlich unsanft und in erstaunlicher Weise zog er mich zu sich herab und hielt mich fuer eine lange Zeit fest. Er haette mich soooo vermisst. Sei ich noch sehr sauer ueber sein Verhalten? Ich sagte solange ich nicht wuesste was da anging, ja solange waere ich noch sehr sauer. Wollte ich ihm bitte einen starken Kaffee machen so wuerde er aufstehen und wir koennten im Wohnzimmer darueber sprechen. So lange ich ihm hoch und heilig verspreche ihn nicht zu hassen nachdem ich im Bilde war.

Und weil ich ihn immer noch liebte, versprach ich ihm das.

Teil 4

Zu der Zeit wo S. aus dem Knast kam war ich am Haus und -Hunde hueten bei einer Freundin. Ich telefonierte ihm von dort aus hie und da und erzaehlte ihm wo ich zur Zeit war. Er kannte die Gegend nicht und ich genoss meine Ferien obwohl ich ihn schrecklich vermisste. S. hatte noch immer kein Auto, seines war auf seinem Autofriedhof im Walde wo auch andere standen. Er konnte sich keines leisten und so war es immer an mir ihn ueberall hinzufahren was oft sehr lange Strecken waren da er so weit von einer Stadt wohnte. So genoss ich also meine Zeit mit den Hunden mit welchen ich zweimal im Tage spazieren ging. Ich las auch tolle Buecher, so NewAge Zeug von welchem ich noch nichts wusste.

Dieses Haus war auch weit draussen und in der Naehe von andern Waeldern und jeden Tag waren diese mein Ziel wo ich mit den Hunden ein besonderes schoenes Plaetzchen fand um auf einem mosigen Stein zu sitzen und ihnen zuzuschauen wie sie miteinander spielten. Sie jagten einander, schossen an mir vorbei und ich frug mich wieder und wieder wieso wir Menschen diese Joy nur als Kinder kannten und sie wie aelter wir werden sie mehr und mehr hinter uns lassen. Wie schade.

Wenn ich hie und da gefragt wurde um ein Haus mit Hunden zu hueten nahm ich solches nur an wenn es in der Wildnis war. In einer Stadt mit all dem Laerm wollte ich niemals meine Ferien verbringen obwohl ich viel besser bezahlt gewesen waere. Sagen wir mal in einer Grossstadt wie Toronto. Niemals. NIEMALS. Und obwohl ich lieber weit draussen huetete wo fast keine Nachbarn waren brauchte ich mich nie sorgen in der Nacht dass da jemand einbrach waehrend ich schlief denn ich hatte ja bellende Hunde welche mich sofort gewarnt haetten. Und  doch passierte dies in einer Nacht dort.  Sie bellten beide in grosser Wut, das konnte ich vom normalem Bellen sofort unterscheiden. Es schien mir als wuerden meine Nackenhaare aufstehen. So schnell ich konnte zog ich mir meinen Schlafmantel an und schlich leise in die dunkle Kueche wo die zwei Hunde wild umhersprangen und gefaehrlich knurrten.

Ich hatte Angst das Licht anzumachen denn ich wollte nicht gesehen werden bevor ich sah was da anging. Die Hunde rasten ploetzlich an mir vorbei zur Hintertuer welche wie die vordere immer verschlossen war wie jede Nacht. Und wie meine Augen sich an die Dunkelheit gewoehnten und den Hunden folgten sah ich den Umriss eines Mannes zur Hintertuer reinkommen. Ich wusste dass ich sie abgeschlossen hatte am Abend und mir wurde anders. Der Mann stand ganz still bei der Tuer und fuer ein paar Sekunden war ich wie gelaehmt. Dann, nimm sofort Kontrolle wenn du leben willst, dachte ich und schaltete das Licht an. S. grinste mich an.

“Wie kamst Du hier rein? Und woher kommst Du, Du hast ja kein Auto und dieses Haus hier ist ueber eine Fahrstunde weg von Deinem?”

“Du koenntest mich ja erstmal etwas umarmen nachdem wir uns so lange nicht gesehen haben” meinte er lachend.“ Ich habe einen Ride gehitscht mit einem Unbekannten er liess mich raus im naechsten Doerfchen. Endlich fand ich Dein bechriebenes kleines Haus und wollte Dich ueberraschen. Das meinte dass ich einbrechen musste aber das kann ich schon wieder flicken, nur keine Angst.” Und waehrend die Hunde sich beruhigten weil ich diesen Mensch sofort und lange im Arm hielt, setzten sie sich gemuetlich und wedelten ihn an. Und ich machte ihm einen Sandwich und nach der riesigen Angst freute mich dass er da war.

Es wurde nicht sehr viel geschlafen in jener Nacht nachdem wir uns Wochen lang nicht sahen, war doch klar. Am Morgen um sechs musste ich wie immer die Hunde laufen welches immer so dreissig bis fuenundvierzig Minuten nahm denn die zwei Kerle wussten dass wenn sie sofort pinkelten in dieser Fruehe dass ich sie sofort wieder ins Haus nahm und noch etwas schlummern wollte. Und so stieg ich nachher wieder ins Bett wo S. noch schlief. Etwas spaeter fruehstueckten wir und weil wir keine Milch mehr uebrig hatten fuer den Kaffee wollte er zum naechsten Doerfchen fahren um diese wie auch Zigaretten zu holen. Da es aber noch zu frueh war fuer den Laden offen zu finden flickte er erstmals die Tuer durch welche er vor Stunden einbrach.

“Wo hast Du das gelernt? Scheint mir dass Du das nicht das erste Mal tust”.

“Ist es auch nicht” grinste er. “Als ich noch ein Teenager war da haben meine Freunde und ich etwa mal eingebrochen fuer Zigaretten und Bier wenn wir wussten dass die Leute fort waren. Wir wurden nie erwischt dabei und hoerten damit auf als sich ein neuer Junge zu uns gesellte welchem wir nicht so recht trauten. So hat sich die Bande aufgeloest denn im September fing ja die Schule wieder an.“

Spaeter an jenem Morgen gab ich ihm meine Autoschluessel. Fuer Stunden wartete ich auf seine Rueckkehr, der kleine Laden war ja nur zehn Fahrminuten vom Haus. Aus den Stunden wurden drei Tage.

DREI TAGE.

Teil 3

Die paar Pflaenzchen auf dem Felsen waren gerade genug um S.s eigenen Bedarf einzudecken. Fuer die sieben oder acht haette er nicht zu viel Aerger gehabt mit der Polizei welche jeden September mit ihren Hubschraubern herum flogen um hunderte, ja tausende zu entdecken in den Waeldern. Doch weil S. einen so grossen Erfolg mit seinen wenigen feierte wurde er eines Tages von Gier angegriffen da er sich ausrechnete wieviel Geld er an 400 Pflanzen machen koennte. Er errichtete eine kleinen Huette welche von Plastic umhuellt war sodass die Sonne rundrum reinscheinen konnte. Er war in jenem Plan nicht alleine, ein paar seiner Freunde und Nachbarn wollten auch mitmachen und hatten auch ihre Pflaenzchen parat fuer den Fruehlingsumzug in sein Plastikhaueschen. Das SEINE sodass sie selber keine Risiskos auf sich nahmen mussten. S. konnte nie jemandem was abschlagen und liess sich darauf ein.

An einem wunderbaren Fruehling Samstag nachmittag fuhr ich wieder raus und da er Besuch hatte nahm ich ein Buch mit in seinen Wald und ging den Huegel hoch so hoch es ging damit ich ganz ganz alleine war und mich niemand stoerte beim Lesen und meiner Feier mit all dem Gruen um mich rum. Ich war vielleicht eine Stunde dort oben und hoerte ploetzlich Autoreifen kreischen von mehr wie einem Auto. Freute mich dass sein besoffener Besuch wieder nach Hause fuhr und weil ich auch einen grossen Durst angelegt hatte ging ich runter zum Haus fuer ein Glas Wasser. Was mich dort erwartete kann ich in meinem Kopf noch heute sehen.

Fuenf Polizeiautos waren vor S. Haus geparkt. FUENF. Zehn Polizisten fuchtelten in der Luft herum und schrien ihn an waehrend er nur seinen Kopf verneinend schuettelte. Ich hatte Schiss bei Gott und wusste nicht was tun. Die da unten sahen mich noch nicht aber im Walde bleiben wollte ich auch nicht und ich dachte, gehste jetzt mal hin bold as brass als wuesstest du von nichts. Ich kam am Haus an und wollte mir mein Glas Wasser holen, wurde aber sofort angeschnauzt von einem der Polizisten bei der Haustuer.

“Madam! NO ONE gets into this house until we completed this investigation. Is this understood? And who by the way, are YOU?”

Ich nannte ihm meinen Namen und erklaerte ihm dass S. Mein Freund waere. Die Polizisten durchsuchten die ganze Huette um das zu finden von welchem sie gehoert hatten. Wer gepetzt hatte wurde nie rausgefunden. Wir warteten sicher zwei Stunden vor dem Hause bis die alle wieder rauskamen und in ihre Autos stiegen. Einer der letzten vom Hause kommend sah sich noch etwas um und sein Stiefel fuehlte einen Wiederstand unter dem Laub. Er bueckte sich zu sehen was da war und fand ein vier cm langes Stromkabel jetzt entbloesst aus der Erde ragen. Er und sein Kollege zogen es auf mit beiden Haenden und folgte ihm so fuenfzig Meter bis zur Plasikhuette.

Wir sahen uns schweigend an.

S. bekam ein Datum fuers Gericht in der Stadt welche man in anderthalb Stunden erreichen konnte von seinem Haus. Er landete das erste Mal im Gefaengnis fuer einen Monat. Ich kannte keine Sau welche je in einem Gefaengnis gelandet war. Er durfte mir von dort aus telefonieren zu meiner Wohnung so lange ich den Anruf bezahlte. Wuerde ich ihm bitte Geld bringen sodass er sich dort Zigaretten kaufen konnte. Wie es mir war ein Gefaengnis zu besuchen werde ich nie beschreiben koennen. Mein ganzes Leben war ich behuetet, erst von den Eltern dann von meinem Ehemann. Habe nie ausgeschlagen, war bis ich S. kennenlernte in der sogenannten Box. Und erst mit S. “genoss” ich meine ersten Abendteuer welche fuenf Jahre dauerten.

Vor dem Gefaengnis stehen muessen und den Knopf am Tor druecken war mir schon allein einen Graus. Was wenn meine Vermieter meiner Wohnung vorbeifuhren und mich dort sahen? Was wenn mich irgendjemand sah welche mich kannten? Es dauerte bis ich eine Stimme hoerte welche meinen Namen frug und wen ich besuchen wollte. Dann oeffnete sich das Tor und ich ging zu dem kleineren Gebaeude hin und rein. Da waren Leute die auf Baenken sassen und der Beamte sprach gerade mit einem davon. Ich stand dahinter bis ich an die Reihe kam und wurde auf die Bank gewiesen mit dem Hinweis dass ich dort zu warten haette bis mein Name gerufen wurde.

Ich sah mich etwas um und gerade neben mir sass eine junge Frau. Die war so wahnsinnig nervoes dass sie hie und da aufstand und umherlief wie ein Tiger im Kaefig bis der Beamte sie anschnauzte, solle sich sofort hinsetzen. Zwei junge Kerle mit ein halbes Dutzend Tatoos auf den Armen fluesterten miteinander und der Name des einen wurde gerufen. Er wusste welche Tuer er nehmen musste und ich presste dies in mein Gehirn sodass ich nicht noch bloeder aussah wie ich mich fuehlte wenn ich gerufen wurde. Als ich endlich meinen Namen hoerte ging ich zur selben Tuer und eine Waerterin zeigte mir an dass ich durch die andere Tuer gehen solle. Pfffft.

Ich musste durch einen Gang gehen dann rechts und kam dann in einen Raum wo die verschiedenen Besucher vor einer Glaswand mit den ihrigen Gefangenen durch ein Telefon sprachen. Da war gerade noch ein freier Stuhl fuer mich wo ich auf S. wartete. Waehrend ich dies tat sah ich dass die Glaswand furchtbar dreckig war und noch dreckiger war das Regal davor mit dem noch dreckigeren Telefon drauf. Yuk!

S. schlenkerte rein mit einem orangenfarbigen Gefaengnisanzug in welchem er sogar sehr  sexy aussah. Er war eh gross und schlank und mit seinen schwarzen langen Haaren und seinem Bart schaute aus als wuesste er dass er mir gefiel wenn auch die Situation zu wuenschen uebrig liess. Seine schoenen weissen Zaehne blitzten als er mich angrinste und sich setzte. Es schien dass er das Beste aus der Sache zu versuchen machte und er sich auf Zigaretten freute.

Jede Woche jenes Monats musste ich ihm Geld dafuer bringen. Ich kann ehrlich sagen dass ich mich durchaus nie gewoehnen konnte ihn in jener Hoelle zu besuchen, es schien ihm jedoch weniger auszumachen als mir. Ich bekam Angst dass meine Geschwister davon erfuhren, meine Freunde (innen), meine Arbeitskollegen oder mein Boss. Solange er im Gefaengnis weilte wurde Angst meine taegliche Gefaehrtin.