26.Februar 2014

das hier muss jetzt leider in englisch gechrieben sein denn so schrieb ich es in die Zeitung damals ueber meinen Freund welcher von seinem besten Freund erschossen wurde hier in unserm Dorf.

This is a tribute to C. MacLeod Thomas who was shot on February 26th, 2014

Dear MacLeod,
Perhaps you know how much your untimely death is upsetting us. We miss you so much. What an icon you represented in this community, “an elderly man, living in a barn” ????
You were SO MUCH MORE than that, MacLeod!

You were a well traveled man. In your younger years you taught English in Tokyo, lived in Vancouver, Montreal  and other big cities in Canada. Yet, years later, you chose to live in your barn after your farmhouse burned down near Erinsville. You would have liked to live “off the grid”, but with your failing health could not have done the work this would have involved, so you had electricity installed in your living quarters of the barn for lights, cooking, listening to music and CBC radio and watching TV.  Your wood stove kept you warm.
We have fond memories of you showing us around your magnificent property and introducing us to your many favorite places, one being a hill from which one could see at a 360 degrees radius nothing but bush dotted with little lakes.

Of your many passions, one was music and the other reading. For years you mourned the thousands of books which burned in your house fire. Through them, you had done decades of research on the many topics of your interests yet you balked at using the resources of the Internet. You insisted that that particular media would be like candy to your cerebral hunger and you’d likely speed up your failing health by never wanting to sleep again.

Even at your age, you never lost your sense of curiosity about life. You considered yourself a “monitor” of the intellectually downward trend of popular culture and its resulting dumbing-down of the masses.  Loving parodies of popular media culture on TV, you often entertained your guests with small skits of your own, improvised on the spot. Thank you for keeping us endlessly amused with your razor-sharp wit.

We applauded your strong conviction that people in general are ruled by their fears, many of which amounted to nothing more than fear of being different from the “herd”.  People’s pervasive practice of keeping up appearances and thinking like everyone else were alien to you, MacLeod.

It saddened us to see your frail health weaken you year after year.  How often did we hear you say that you’d like to die on your own land some day. Your wish was granted albeit in a stunningly tragic way.
We celebrate the privilege to have known you. You were a philosopher and TRUTH and BEAUTY were your guiding principles in life.

“An elderly man living in a barn”……..indeed.

heute gefunden

“Ein Mann verließ niemals das Haus, ohne zuvor eine handvoll Bohnen einzustecken.
Er tat dies nicht, um sie zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um die schönen Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und sie besser zählen zu können. Jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte, für alles, was ihn erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei.
Abends saß er zu Hause und zählte die Bohnen aus der linken Tasche. Er zelebrierte diese Minuten. So führte er sich vor Augen, wie viel Schönes ihm an diesem Tag widerfahren war und freute sich . Und sogar an einem Abend , an dem er nur eine Bohne zählte, war der Tag gelungen. Es hatte sich zu leben gelohnt”

Author fuer mich unbekannt. 😦

 

Gefaehrliche Reise

Ein Verwandter von mir und sein Sohn kommen von Saskatchewan wieder nach Ontario nach drei Jahren. Heute mussten sie durch einen furchtbaren Schneesturm fahren mit ihrem Truck und Anhaenger sowie das kleine Auto. Wir hatten wirklich Angst dass sie einen Unfall haben koennten heute denn der Trans Canada Highway war nicht nur voll von Eis und Schnee und Whiteouts sondern auch voll von Autos welche im Graben landeten.

Heute Abend aber fanden wir raus dass sie es bis Kenora geschafft haben und sich in einem Motel eingenistet bis morgen wo sie wieder bei viel Schnee durch das noerdliche Ontario fahren muessen was der laengste Teil ihrer Reise sein wird.

Wir hoffen und wir beten dass sie gesund ankommen und lieber noch ein Motel nehmen als es zu erzwingen  die Nacht durch zu fahren morgen.

Freitag Abend

So wie ich nach Jahrzehnten in Kanada jetzt deutsch schreibe ist das meine Deutsch Uebung in diesen Blogs. In englisch bin ich viel besser aber ich will meine Schulsprache zurueck haben. Meine Muttersprache ist Schweizerdeutch. So seid bitte geduldig mit mir wenn sich mein Blog etwas holprig liest. Also dann zu heute abend:

Wie mich Beethovens 7. Symphonie, sein Allegretto immer aufwuehlt. Ich verstehe nie wie gewisse Musik mich aendert zur Zeit wie ich sie anhoere. Jedesmal werde ich jemand anders aber was das ist weiss ich nicht.

Als Kind sah ich wenige Filme aber wenn wir selten mal ins Kino gingen da kam ich immer raus als waere ich in einer andern Welt. Als waere ich den Lead von der Story, ob das nun eine Frau oder ein Mann war. Auf dem Nachhauseweg sprach ich deren Dialekt fuer eine Weile ohne dass ich dies wollte und wenn wieder zu Hause wurde ich wieder meiner selbst.

Wolfie wuenscht Euch ein schoenes WE, hier gehts nach Mitternacht zu.

vor acht Jahren

da gab mir jemand einen alten Camper. So komplett unerwartet und so willkommen. 1 Fahrstunde von mir noerdlich an einem kleinen See. Da campierte ich fast jede Woche und fast immer alleine. Jahrelang wuenschte ich mir eine kleine Blockhuette und wusste dass dies nur ein Traum sein kann. Jetzt ists halt nur ein Camper und ein alter, heruntergekommener. Aber da am Abend mein Feuer anzumachen, mich davorzusetzten und die Sterne beobachten in diesem samtschwarzen Himmel, wie konnte ich nur so viel Glueck haben? In der Nacht die Woelfe heulen hoeren, die Eule im Wald welche die eine Nacht nicht aufhoerte mit ihrer Serenade, wie ist es moeglich dass ich das durfte nach so vielen Jahre des Wuenschens?
Ich nahm auch Freunde dort raus, wir haben gefischt und assen etwas was ich noch nie gegessen, naehmlich mudcats. Joe hat sie ganz braun und knusperig auf seinem Barbie gebraten, dazu hat er in Scheiben geschnittene Kartoffeln mit Zwiebeln in Aluminumfoile auf der weissheissen Kohle gebacken. Das war einer der vielen schoenen Tage da draussen. Sobalds warm wird im April bin ich hier weg und werde meinem Naturfimmel froehnen bis die Balken krachen. Solange der Camper aushaelt. 5 Leute koennen dort bequem schlafen und ich hoffe nur dass da keine neuen Camper mehr hingestellt werden denn dann muss ich woanders hin, tiefer in den Wald wo mich niemand stoeren kann in meiner Natur, meine Mutter, meine Goettin.

gibts das?

In der ersten Woche des Januars musste ich mein Auto zur Garage bringen. Musste aber einkaufen gehen und mein alter Nachbar in der naechsten Farm hat sich angeboten mich zu fahren. Er ist 87 und ich wollte eigentlich nicht aber aus Hoeflichkeit zu der generoesen Offer konnte ich nicht wirklich nein sagen. Wusste aber nicht was fuer ein Autofahrer er war in diesem hohen Alter aber ich sollte es ganz bald rausfinden.
Auf dem Highway zum Staedtchen schlaengelte er hin und her und ich habe meine Zunge ein Dutzend Mal abgebissen. Was konnte ich schon sagen?

Im Staedtchen angelangt nahm er eine Strasse zum Laden wo viele Querstrassen dazwischen lagen und natuerlich mit den dazugehoerigen Stop signs von welchen er kein einziges wuerdigte. “Stu….” schrie ich, “Du musst doch bei denen anhalten sonst kommen wir noch in einen Unfall”.

“Bloedsinn”, erwiederte er, “es kommt ja nichts”. Wie wusste er was da kam oder nicht kam, er guckte ja nur schnell mal hin und her und durchquerte die Strasse. Ich hatte ganz ploetzlich den Verdacht dass er auch nicht gut sehen konnte und meine Nerven fingen an sich bemerkbar zu machen. Gluecklicherweise kamen wir aber bei dem Supermarkt an, wer weiss wem seine Schutzengel uns geholfen haben, vielleicht seine. Ich wusste jetzt aber dass ich nie mehr mit ihm fahren wollte. Nun war es aber zu spaet und ich war mit in der Sauce.

Er wollte dass ich auch fuer ihn einkaufen solle, er wolle im Auto warten und seine Pfeife rauchen. Also geplant und gemacht. Als ich wieder mit seinen und meinen Paketen zum Auto kam da war er nicht drinnen. Ich guckte ueberall im Parking lot und sah dass er weit unten mit einer Frau sprach. Ich wartete bestimmt 10 Minuten bis es ihn geluestete zu seinem Auto zurueck zu kommen.

“Ist das eine Bekannte von Dir, Stu?”

“No, ich sah sie nur vorbeilaufen und frug sie warum sie eine solche miserable Miene auf hatte”.

Ich war ganz froh dass ich nicht dabei gewesen war, das wurde mir jetzt aber doch zu peinlich. Ich wusste von ihm dass weil er so ganz alleine lebt er sehr einsam ist und gerne mit jedermann redet, ob er sie kennt oder nicht. Auf dem Nachhauseweg betete ich streng dass wir die 45 Minuten heil hinter uns brachten sodass ich nie mehr mit ihm fahren muesste.

Leider war der erste Teil nur mehr der Anfang der Geschichte. Als wir bei einer Tankstelle vorbeifuhren wollte er ganz schnell auch noch tanken denn die langen Autoschlangen dort haben ihm gezeigt dass Benzin ziemlich billig war an jenem Tage. Da warteten wir bestimmt 15-20 Minuten bis wir an die Pumpe kamen. Er ging dann in seinem ewig langsamen Gange ums Auto rum und ich las etwas in einem Heft. Dann hoerte ich eine Maennerstimme sagen:

“Sir, what are you doing?” und er wiederholte dies etwas lauter das zweite Mal.

Ich hoerte Stu antworten dass er ein Arztzeugnis haette welches ihm dies erlaubte wenn noetig.

Mein Kopf flog rum um gerade zu sehen dass Stu an die Pumpe pinkelte. :oops: Vor ALLEN Leuten in den etwa 15 Autos welche in der Schlange warteten! Sie guckten ihn an und dann guckten sie mich an oder was sie von mir noch sehen konnten in meinem Sitz. Er zippte auf und ging dann fuer sein Benzin bezahlen und als er rauskam da sah er wie frisches Benzin von einem grossen Tankard in die andern Pumpen gepumpt wurde und statt andern Autos Platz zu machen bei unserer Pumpe, liess mich dort hocken und ging mal rueber zu den Benzin-maennern um ihnen zuzuschauen. Ich musste endlich aus dem Auto kriechen um ihm beim Arm wegzuziehen so dass wir endlich nach Hause fahren konnten oder ich hoffte wir konnten es tun. Die Maenner zwinkerten mir zu, die schienen ihn lustig zu finden.

Als wir gerade wieder auf dem Highway eine Linksdrehung machen mussten nach Norden fuhr Stu geradezu in den Mittagsverkehr hinein ohne zu gucken ob was kam und es kam von links und rechts und ich schrie dass Autos kommen von allen Seiten er solle ganz schnell stoppen!

“Warum soll ich stoppen? Wenn die mich nicht sehen koennen dann haben sie kein Recht auf einen Fahrschein!”

Und so kreischten aller moegliche Reifen und heulte jede Hupe hysterisch auf aber Stu war es wurst und wir waren endlich auf dem Weg nach Hause waehrend ich wie gekochten Spinat gruenlich in meinem Sitz hing.

Als ich wieder sprechen konnte auf unserm Weg frug ich ihn ob er wirklich ein solches Arztzeugnis haette,

“No, I lied” lachte er teuflisch. “But you see, when I have to go, I have to go immediately or I’ll piss my pants”.

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